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Unser Stipendiat Dominik Eckel erhält die Feldman-Reisebeihilfen der Max Weber Stiftung, Bonn

Beitrag vom 11. Januar 2021

Anonym: Gutai KünstlerInnen vor der Gutai Pinacotheca, Osaka, Lizenz: Creativa Commons.jpg

Die Max-Weber-Stiftung (MWS) in Bonn unterstütz das Promotionsvorhaben „Die Formalisierung der Bewegung in der Malerei nach 1945. Körper und Choreographie bei K. O. Götz, Georges Mathieu, Jackson Pollock und Kazuo Shiraga“ mit den Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen. Damit werden Archiv- und Bibliotheks-Recherchen im Ausland ermöglicht, bei denen die Auslandsinstitute der MWS ihre Infrastruktur, Beratung und Betreuung zur Unterstützung anbieten. Die Beihilfen werden jährlich ausgeschrieben und fördern Projekte im Rahmen einer Hochschulqualifikationsschrift.

Das Promotionsprojekt von Dominik Eckel widmet sich den vier Künstlern K. O. Götz, Georges Mathieu, Jackson Pollock und Kazuo Shiraga und den Netzwerken, in denen Theorie und Kritik zur informellen Kunst in Deutschland und Frankreich sowie zum Abstrakten Expressionismus in den USA und der Kunst von Gutai in Japan zirkulieren. Die vier Künstler wussten bedingt voneinander und sind sich, wie im Falle von Mathieu und Shiraga, auch persönlich begegnet. Dies war durch eine internationale Interessengemeinschaft möglich, die aus den Künstlern und ihren kritischen Befürworter*innen bestand und Austausch untereinander suchte. Teilnahmen an Ausstellungen fanden daraufhin im Ausland statt und die Frage, unter welchen Bedingungen, Hierarchien und Austauschprozessen diese „Internationalisierung“ stattfinden konnte, soll mithilfe der Feldman-Reisebeihilfen im Werk und Wirken von Götz, Mathieu, Pollock und Shiraga bestimmt werden.

 

Anonym: Gutai-Künstlerinnen vor der Gutai Pinacotheca, Osaka

Creatvie Commons

Die Forschungsaufenthalte ermöglichen vertiefte Recherchen, die die Diskurse der Fachliteratur erweitern. Korrespondenzen, Ausstellungsmaterialien und -ansichten, Gästebücher, Fotoalben, Skizzen von Kunstprojekten und unpublizierte Schriftprojekte bieten Quellenmaterial, um diese Diskurse zu nuancieren und ein zirkulierendes Konzept von gestischer Kunst im Sinne einer transkulturellen Kunstgeschichte zu analysieren. Die Ziele, die mit den Feldman-Reisebeihilfen angesteuert werden, sind Archive und Bibliotheken in Paris/Toulouse, Washington/New York und Ōsaka.

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