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Interviewreihe "Allover" Teil 2: Axel Hütte

Beitrag von Alexander Leinemann - 26. Januar 2021

Hütte.jpegInterview in der Galerie Daniel Marzona in Berlin – Axel Hütte

Die Werke der Künstlerinnen und Künstler der Düsseldorfer Fotoschule wurden innerhalb der Forschung immer wieder mit Beispielen der Malerei kontextualisiert. Die Werke des aus der ersten Generation der Becher-Klasse stammenden Künstlers Axel Hütte, der bisweilen als Landschaftsmaler unter den Fotografen bezeichnet wurde, besitzen seitens der Forschungsliteratur eine ausgeprägte Nähe zur Malerei.

Der Fachterminus „Allover“ – seiner vorherigen Medialität entledigt – ist zu einer beständigen Definition für spezifische Bildinhalte seiner Arbeiten geworden. Das Ziel einer angestrebten Vermittlung und letztendlichen Zusammenführung zwischen den unterschiedlichen Medienformen ist dabei nicht zu negieren. Doch inwiefern kann ein fotografisch geschaffenes Werk Eigenschaften eines aus der Malerei stammenden Fachbegriffes für sich vereinnahmen? Führt die Heranziehung des Begriffes „Allover“ zu weiterführenden Neuerkenntnissen oder ist die Brückenbildung mit aller Deutlichkeit zu verneinen? In einem ersten Gespräch mit dem Künstler sowie dem Galeristen Daniel Marzona (https://www.danielmarzona.com/) wurden diese und weitere Fragestellungen diskutiert. Das Ziel bestand darin, in einer ersten Annäherung an den Forschungsgegenstand den Diskussionsrahmen zu schaffen, um in einer zweiten Sitzung im Düsseldorfer Studio des Künstlers zu einer anwendungsorientierten Zuspitzung zu gelangen. Im Atelier des Künstlers werden daher im nächsten Monat anhand von vom Künstler selbst ausgewählten Werken eine auf Anwendbarkeit fokussierte Nutzung des Fachbegriffes durchgeführt.

Die Nachzeichnung der Diskurs- und Anwendungsgeschichte des Fachbegriffes ist in ihrem Umfang als ausgedehnt zu bewerten. Ohne eine Fokussierung auf den Bereich der Fotografie wäre jedoch ein wichtiger Teil seiner historischen Ausbreitung übersehen worden. Den Künstler Axel Hütte innerhalb der Interviewreihe für ein Gespräch zu gewinnen, stellt daher einen bedeutsamen Schritt für die repräsentative Nachzeichnung des „Allover“ Begriffes seit seiner Erstnennung in der Malerei dar. Axel Hüttes Sicht auf die Entwicklung und Wirkungsweise der Fachformulierung generiert für das Gesamtbild der Forschungsarbeit einen weiteren komplementierenden Bestandteil.

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