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Tagung: Kunst des Informel - Bilanz und Perspektiven der Forschung

Vom 30. März bis 1. April 2022 veranstaltet die Forschungsstelle Informelle Kunst eine internationale Tagung. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich!

Mit der dreitägigen Veranstaltung möchte die Forschungsstelle die Möglichkeit zum wechselseitigen Austausch, zur Präsentation und Diskussion aktueller Projekte und zur Bilanzierung der Informel-Forschung bieten. Die Tagung wird einen weiten Blick auf die Informel-Forschung ermöglichen. Die Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland geben verschiedene methodologische Zugänge, widmen sich dem Werk einzelner Künstlerinnen oder Künstler und auch Künstlergruppen, und nehmen übergeordnete Fragestellungen aus den Bereichen Rezeptionsgeschichte, Bildwissenschaft und Kunstmarktforschung in den Blick.

Die Tagung wird in Präsenz und im Live-Stream via Zoom stattfinden. → zum Tagungsprogramm

Die Zungangsdaten für den Live-Stream erhalten Sie nach einer Voranmeldung bis zum 29. März 2022.

Die Plätze für die Präsenzveranstaltung im Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn sind begrenzt. Die Teilnahme ist kostenlos. Voraussetzung für eine Teilnahme in Präsenz sind die Einhaltung der 2G+ -Regel und eine Voranmeldung bis zum 24. März 2022.

Eine Anmeldung für die Präsenzveranstaltung oder für den Live-Stream richten Sie bitte an → Dr. des. Anne-Kathrin Hinz ([Email protection active, please enable JavaScript.]).

Ausstellung: Geste. Informel. Privat. Werke aus einer Privatsammlung

Das Museum Peter August Böckstiegel präsentiert vom 16. Januar bis 24. April 2022 Werke des Informel.

In einer repräsentativen Auswahl werden in der Ausstellung Werke des Informel aus den 1950er- bis 1960er-Jahren aus der Privatsammlung aus Ostwestfalen präsentiert. Erst seit den 1990er-Jahren wurde die Sammlung ungegenständlicher Malerei der Nachkriegszeit zusammengetragen und umfasst Arbeiten von Fred Thieler, K. O. Götz, Emil Schumacher, Rolf Cavael, Hubert Berke, Hans Kaiser u. a. Die Ausstellung wurde von Susanne Kleine kuratiert. Der Katalog ist im Wienand-Verlag erschienen.

Weitere Informationen auf der Website des → Museums Peter August Böckstiegel.


Ausstellung: Gerhard Hoehme - Relationen

Noch bis zum 20. März 2022 zeigt die Neue Galerie Gladbeck Werke des Düsseldorfer Künstlers.

 

Gerhard Hoehme (1920-1989) wechselte 1952 von Halle (Saale) an die Düsseldorfer Kunstakademie. Über Jean-Pierre Wilhelm knüpfte er Kontakte zu den Pariser Künstlern des Informel, darunter Jean Fautrier und Jean Dubuffet. Hoehme leitete eine Zeit lang die die Künstlervereinigung Gruppe 53. Von 1960 bis 1984 bekleidete er eine Professur für Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie. Hoehme entwickelte ein umfangreiches Werk, das vom Informel ausging, es jedoch ab Ende 1950er-Jahre kontinuierlich weiterentwickelte und versuchte, die Themen von Raumerschließung und Relationen zwischen Werk, Raum und Betrachter*innen künstlerich und intellektuell zu erschließen.

Die Ausstellung in Gladbeck zeigt Werke aus dem Bestand der Gerhard und Magarete Hoehme-Stiftung und dem Museum kunstpalast und wurde von Christoph Tannert (Künstlerhaus Bethanien) konzipiert.

Geplant ist eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Malerisch-intellektuelle Experimente und Raumerschließungen Gerhard Hoehmes".

Weitere Informationen auf der Website der → Neuen Galerie Gladbeck.


Eröffnung: Nakanoshima Museum of Art

Am 2. Februar 2022 findet die Wiedereröffnung des Museums nach dem Umbau statt.

Das Nakanoshima Museum of Art in Osaka beherbergt eine umfangreiche Sammlung mit Werken der japanischen Gutai-Gruppe und zudem ein Archiv.

Weitere Informationen auf der Website des → Nakanoshima Museum of Art.


 

Symposium: In progress! Zum Vor- und Nachleben von Glasmalerei nach 1945

Am 18. Februar 2022 von 11 bis 16 Uhr veranstaltet das Gustav-Lübke-Museum in Hamm ein wissenschaftliches Symposium.

Das Symposium findet anlässlich der Restaurierung der Enwtürfe Hans Kaisers für das Dickinson Window in der Washington National Cathedral statt.

Um eine Voranmeldung bei Lena Demary ([Email protection active, please enable JavaScript.]) wird gebeten. Das Symposium wird ebenfalls online übertragen.

Das vollständige Programm gibt es → hier.

Weitere Informationen sowie den Link zum Livestream am 18. Februar finden Sie auf der Website des → Gustav-Lübke-Museums.


AUSSCHREIBUNG: Wiss. Mitarbeit, Emil Schumacher Museum, Hagen

Die Emil-Schumacher-Stiftung (gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in (m/w/d) für das Emil-Schumacher-Museum.

Das Emil-Schumacher-Museum (ESM) wurde im August 2009 in Hagen neu eröffnet und wird von der Emil-Schumacher-Stiftung in Kooperation mit der Stadt Hagen betrieben. Die Stiftung ist dem Lebenswerk des aus Hagen stammenden Künstlers Emil Schumacher (1912-1999) gewidmet.

Das Museum versteht sich als Ort zur Erforschung und Präsentation expressiver Malerei und abstrakter Kunst nach 1945. Mit seinem Ausstellungsprogramm präsentiert es den Maler Emil Schumacher im Kontext paralleler internationaler Entwicklungen der Kunst. Die Sammlung umfasst über 1000 Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers und geht auf die Stiftung seines Sohnes, Dr. Ulrich Schumacher (1941 - 2021), zurück. Nach einer rund zehnjährigen Gründungsphase mit einem umfangreichen Ausstellungsprogramm sollen die Aktivitäten des Museums nun erweitert werden. Eine thematische Öffnung des Programms auch für zeitgenössische Kunst, der Ausbau digitaler Vermittlungsarbeit ebenso wie die wissenschaftliche Publikation des Werkverzeichnisses gehören zu den vorrangigen Aufgaben der nächsten Zeit.
 
Die Emil-Schumacher-Stiftung (gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts) sucht daher zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n
 
Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in (m/w/d)
für das Emil-Schumacher-Museum
Gehalt: orientiert an Entgeltgruppe 12 TVÖD
 
Es handelt sich um eine Vollzeitstelle mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Magister od. Master) im Fach Kunstgeschichte sowie fundierte praktische Museums- und Ausstellungserfahrung in einem kunst- und kulturgeschichtlichen Museum. Erwartet werden ein ausgeprägtes Interesse an aktuellen Präsentations- und Vermittlungsformen, die Bereitschaft zu Interdisziplinarität und zur Kooperation mit Partnern in Kunst, Kultur und Wissenschaft, die Fähigkeit zu Team- und Projektarbeit und zu Eigeninitiative sowie Kommunikations- und Organisationskompetenz.
 
Zu den Aufgaben zählen
- Mitarbeit an der wissenschaftlichen Erschließung der Bestände (inkl. Archivalien) sowie deren Digitalisierung in Abstimmung mit dem Direktor des ESM
- Sammlungs- und Depotmanagement
- konservatorische Betreuung sowie Erforschung der Sammlung
- redaktionelle Mitarbeit am Werkverzeichnis Emil Schumacher
- Mitwirkung an allen Projekten im Haus, zum Beispiel an Ausstellungen, Vermittlungsangeboten, digitalen und analogen Projekten jenseits von Ausstellungen mit dem Ziel die Sammlung zu aktivieren und das Museum zeitkritisch zu positionieren
- Sicherstellen der Informationsflüsse und Zusammenarbeiten mit zahlreichen Stellen, z.B. mit Logistik, Restaurierung, Verwaltung, Buchhaltung, Sicherheit sowie Kuratorinnen und Kuratoren
- Unterstützung der Pressearbeit/Marketing (Öffentlichkeitsarbeit inkl. Social Media)
 
Ihr Profil
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Kunstgeschichte (Magister od. Master)
- sehr gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift
- Nachweisbare Erfahrung in der Museumsarbeit (Volontariat oder vergleichbar)
- Erfahrung im Bereich der musealen Inventarisierung von Kulturgütern erwünscht
- Erfahrung mit archivspezifischen Datenbanken erwünscht
- EDV- und Office-Kenntnisse (Word, Excel, Outlook, PowerPoint)
- Sehr gute Kenntnisse in Deutsch und mindestens Englisch, weitere Fremdsprachenkenntnisse erwünscht
- Hohe Kommunikations- und Teamfähigkeiten
- Zupackende Art, Hands-On-Mentalität
 
Wir bieten eine verantwortungsvolle Position mit viel Gelegenheit, das Profil des Museums mitzugestalten; eine abwechslungsreiche Aufgabe in einem lebendigen Haus mit einem engagierten und kollegialen Team bei flexiblen Arbeitszeiten.
 
Im Sinne der Erweiterung der Aktivitäten des Museums bemühen wir uns um Kooperation, Inklusion und Interdisziplinarität. Unser Selbstverständnis als Kunst- und Wissensvermittler ist zugleich Ausgangspunkt und Ziel unserer Aktivitäten. Der respektvolle Umgang miteinander wie mit unseren Gästen entspricht unserem Werteverständnis als offenes Haus. Das ESM versteht Vielfalt als Bereicherung und begrüßt daher ausdrücklich alle Bewerbungen, unabhängig von personenbezogenen Merkmalen jedweder Art.
 
Wenn Sie sich vorstellen können, diese Position auszufüllen, freuen wir uns sehr, Sie kennenzulernen!
 
Bitte bewerben Sie sich bis zum 13.02.2022 mit aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) in einer PDF-Datei (max. 10 MB) per E-Mail via [Email protection active, please enable JavaScript.]. (Kosten, die im Zusammenhang mit der Bewerbung stehen, können von der Emil-Schumacher-Stiftung nicht übernommen werden.)
 
Mit der Gesundheit unserer Bewerberinnen und Bewerber gehen wir verantwortungsvoll um. Bei persönlichen Gesprächen beachten wir die aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen und Empfehlungen des Robert Koch Instituts.
 
Durch die Abgabe Ihrer Bewerbung willigen Sie darin ein, dass wir Ihre personenbezogenen Daten in den Systemen der Emil-Schumacher-Stiftung für dieses Bewerbungsverfahren speichern und verarbeiten. Ein Widerruf dieser Einwilligung ist jederzeit möglich.
 
Bei Rückfragen steht Ihnen Rouven Lotz (Museumsdirektor) unter der angegebenen e-Mail-Adresse oder der Telefonnummer +49 2331 3060 066 gern zur Verfügung.


Ausstellung: Jacques Delahaye - Dynamik im Raum

JD_2021_Plakat_1080.jpgVom 20.11.2021 bis 23.1.2022 sind Werke des Bildhauers in der Villa Wessel, Iserlohn zu sehen.

Jacques Delahaye (1928-2010) gehört zu den herausragenden Künstlern der Nachkriegszeit in Frankreich. Vor allem seine frühen Plastiken zeigen eine Nähe zur Kunst des Informel. Ab den 60er-Jahren schuf der Bildhauer Bronzen, die sich durch eine starke Dynamik auszeichnen und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Plastik im 20. Jahrhundert leisteten.

Anlässlich der Eröffnung wird die bereits im Jahr 2020 erschienene, gleichnamige Monografie vorgestellt, herausgegeben von Theo Bergenthal und Sandra Brutscher, mit Texten u. a. von Christa Lichtenstern, Christoph Zuschlag,

Zur Eröffnung am 19. November um 19 Uhr spricht die Kunsthistorikerin Dr. Sandra Brutscher.

Weitere Informationen auf der Website der → Villa Wessel.

 

 

 


Ausstellung: Positionen des deutschen Informel. Von Ackermann bis Zangs

Die Kunsthalle Schweinfurt präsentiert vom 24. September 2021 bis 9. Januar 2022 Werke des Informel.

Rund 80 Arbeiten aus der hauseignen Sammlung und Leihgaben aus öffentlichen Sammlungen, Galerien, Nachlässen und Privatbesitz werden in den Räumen des ehemaligen Hallenbades, das heute die Kunsthalle Schweinfurt beherbergt, präsentiert. Ausgewählte Themenbereiche wie "Netzwerk Rheinland -  Franken", Auftragsarbeiten aus dem öffentlichen und sakralen Raum, Landschaft, Musik oder informelle Plastik sollen das Thema "Informel" der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ergänzend wird die Ausstellung in der Kunsthalle von weiteren Präsentationen begleitet: Bereits seit Juli und noch bis zum 17. Oktober zeigt die Galerie im Quadrat eine Retrospektive Hubert Berkes, parallel zur Informel-Schau in der großen Halle der Schweinfurter Kunsthalle zeigt der Kunstverein Schweinfurt (Obergeschoss der Kunsthalle) informelle Grafik und die Sparkassengalerie (gegenüber dem Museum) präsentiert eine monografische Werkschau zu Albert Fürst.

Dazu gibt es ebenfalls ein umfassendes Begleitprogramm mit Vorträgen und Workshops.

Weitere Informationen auf der Website der → Kunsthalle Schweinfurt.


Eröffnung: DAS NEUE MKM

Ab dem 25. September öffnet der Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle in Duisburg.

Nach rund vier Jahren Bauzeit öffnet der Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg ab dem 25. September 2021 seine Türen. Der Bau von Herzog & de Meuron erweitert die Ausstellungsfläche für die Sammlung Ströher um ca. 2.500 m2. Wichtige Werke der Kunst nach 1945, darunter zentrale Positionen der informellen Kunst, können fortan auf rund 5.000 m2 besichtigt werden.

Weitere Informationen auf der → Website des MKM.


Ausstellung: Black meets White

Vom 24. September bis 30. Oktober präsentiert die Galerie Maulberger ihre Herbst-Ausstellung.

Im Zeichen der Nichtfarben Schwarz und Weiß präsentiert die Galerie in zahlreichen Werken die Vielfalt, die diese gegensätzlichen Farbpole entfalten können. Verschiedene Techniken und Farben, Matrialien und Bildträger, die diverse Nuancen von Schwarz und Weiß erzeugen sowie den Umgang mit Farbe und Material demonstrieren, sind anhand der Arbeiten u. a. von Karl Otto Götz, Fitz Winter, K. R. H. Sonderborg, Fred Thieler, Hubert Berke oder Conrad Westpfahl zu sehen.

Weitere Informationen über die Website der → Galerie Maulberger.


Ausstellung: Hubert Berke - Retrospektive

Vom 23. Juli bis 17. Oktober 2021 sind in der Galerie im Quadrat der Kunsthalle Schweinfurt Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers zu sehen.

Hubert Berke (1908-1979) gründete im Jahr 1947 zusammen mit Joseph Faßbender, Hann Trier, Herman Schnitzler und Toni Feldenkirchen die Donnerstaggesellschaft auf Schloss Alfter bei Bonn. Die Gemeinschaft organisierte u. a. die erste Ausstellung abstrakter Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit Lesungen, Vorträgen, Musik- und Diskussionsabenden. Inspiriert von seinem Lehrer Paul Klee, verfolgte Hubert Berke konsequent die Entwicklung einer eigenen abstrakten und in den 1950er-Jahern auch informellen Bildsprache. Doch neben Malerei und Zeichnung experimentierte Berke auch mit dreidimensionalen Arbeiten und schuf kleine Nagelobjekte oder kinetische Installationen, die er z. B. aus Fundstücken zusammensetzte. Die Galerie im Quadrat zeigt nun eine Retrospektive auf das Werk Hubert Berkes, das heute von den Kindern des Künstlers in der Erbengemeinschaft Hubert Berke bewahrt und gepflegt wird.

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Website der → Kunsthalle Schweinfurt.


Ausstellung: Robert Reiter: Fernen folgen - Spuren setzen.

Noch bis zum 10. Oktober sind im Kunstverein Coburg Arbeiten des Künstlers Robert Reiter zu sehen.

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Robert Reiter: Crete 15 (2016), Acryl auf Sackleinen (45 x 52 cm).

Robert Reiter (geb. 1932 bei Preßburg/Bratislava, lebt und arbeitet in Untersiemau bei Coburg) ist im fränkischen Raum vor allem bekannt für seine Landschaftsbilder. Daneben fertigt er jedoch Materialbilder und gestisch-abstrakte Gemälde, die eine klare Rezeption des Informel aufweisen. Sackleinen, das auch im informellen Werk Albert Fürsts (1920-2014) eine zentrale Rolle spielt, ist dabei eines jener Materialien, die von Reiter für sowohl für seine Malerei als auch für seine Collagen und Assemblagen genutzt wird. Die Ausstellung im Kunstverein widmet sich dieser, bislang wenig bekannten Facette im Oeuvre des Künstlers.

Weitere Informatioen auf der Website des → Kunstvereins Coburg.

 


Ausstellung: Emil Schumacher

Vom 28. September bis 5. Oktober präsentiert die Galerie Utermann Arbeiten den Hagener Künstlers.

Mit 15 Gemälden und über 20 Arbeiten auf Papier, die in enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass Emil Schumachers (1912-1999) ausgewählt wurden, zeigt die Dortmunder Galerie Utermann eine umfangreiche Schau. Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog mit einem Beitrag von Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy, Direktorin des Franz Marc Museums.

Weitere Informationen über die Website der → Galerie Utermann und → Instagram @galerieutermann.


Ausstellung: ART OF ANOTHER KIND - A new Approach to Post-War Abstraction

Noch bis zum 28. August 2021 zeigt SETAREH Werke des Informel.

Unter dem Titel "Art of Another Kind" präsentiert SETERAH in Düsseldorf Arbeiten der internationalen Nachkriegsabstraktion. Gezeigt werden Werke von u. a. Erwin Bechthold, Peter Brüning, Winfred Gaul, Hisao Domoto, Jaroslav Serpan, Georges Mathieu.

Weitere Informationen auf der Website der Galerie → SETAREH.


Ausstellung: Elles font l'abstraction / Women in abstraction

Vom 19. Mai bis 23. August widmet das Centre Pompidou, Paris den Künstlerinnen der Abstraktion eine Ausstellung.

Die Ausstellung mit über 500 Werken aus den 1860er- bis 1980er-Jahren widmet sich einem Thema, das in den vergangenen Jahren an Präsenz gewonnen hat: die Künstlerinnen der Abstraktion. Vielen der weiblichen Künstlerinnen fehlte es und fehlt es noch an Sichtbarkeit, standen sie doch häufig hinter den männlichen Protagonisten der Kunst-Szene in den jeweiligen Ländern zurück. Die Schau beleuchtet nun umfassend den spezifischen Beitrag und die Karrieren der Künstlerinnern in der Geschichte der abstrakten Kunst.

Das Museum hat zur Ausstellung einen Podcast in französischer Sprache sowie ein digital zugängliches Begleitprogramm veröffentlicht. Mehr dazu auf der Intertseite des → Centre Pompidou.


Ausstellung: Sam Francis. At the Center of Space

Vom 12. Juni bis 21. August zeigt die Galerie Samuelis Baumgarte Arbeiten des US-amerikanischen Künstlers

Sam Francis (1923-1994) gehört zu einem der wichtigsten Vertreter des amerikanischen Abstrakten Expressionismus. Die Galerie Samuelis Baumgarte widmet dem Künstler nun eine umfangreiche Einzelausstellung mit Werken auf Papier und Leinwand aus den Jahren 1957 bis 1994. Francis' Aufenthalte in Paris, die Kontakte zu Künstlerkollegen wie Archile Gorky, Clyfford Still oder Jean-Paul Riopelle sowie mehrere Weltreisen und Aufenthalte u. a. in Tokio und New York beeinflussten seine Arbeit maßgeblich. Seine Malerei ist geprägt vom Einsatz leuchtender Farben, die er in dünnen, mitunter getröpfelten Linien und weichen Formen auf die Bildfläche brachte. 

Weitere Informationen auf der Hompage der → Galerie Samuelis Baumgarte.


Ausstellung: Emilio Vedova - Arnulf Rainer: "Tizian schaut"

Noch bis zum 5. September zeigt das Arnulf Rainer Museum in Baden die Schau mit Werken des venezianischen Informel-Künstlers Vedova.

Die von Helmut Friedel und Fabrizio Gazzari kuratierte Ausstellung stellt die Werke Emilio Vedovas (1919-2006) in den Mittelpunkt der Schau. Ihnen gegenübergestellt werden Arbeiten des österreichischen Künstlers Arnulf Rainer (geb. 1929), der mit Vedova freundschaftlich verbunden war. Gezeigt werden Arbeiten des italienischen Verteters des Informel aus den 1930er-Jahren bis zu den frühen 1980er-Jahren. Vedova war mit Werken auf mehreren documanta-Ausstellungen (darunter 1955 und 1959) vertreten und nimmt eine zentrale Position innerhalb der informellen Malerei in Europa ein. 

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen digitalen Angebot begleitet, darunter  Podcasts, in denen die einzelnen Räume der Ausstellung vorgestellt werden. Weitere Information auf den Seiten des → Arnulf Rainer Museums.


Ausstellung: Soulages. Malerei 1946-2019

Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen vom 28. März bis 27. Juni 2021 Werke des französischen Künstlers Pierre Soulages.

 

Neben Hans Hartung gehört Pierre Soulages (geb. 24. Dez. 1919) zu den wichtigsten Vertretern der ungegenständlichen, nicht-geometrischen Abstraktion des 20. Jahrhunderts in Frankreich. Bis zum Ende der 1970er-Jahre arbeitete Soulages im Bereich des Informel, wobei er nach einem eigenen Weg der Interpretation der gestischen Abstraktion suchte. Erste Erfolge in Deutschland erlangte der Künstler in der Ausstellung "Große Ausstellung französischer Malerei 1948-1949", die nach Ende des Zweiten Weltkrieges durch die Besatzungszonen wanderte. Soulages bot für wichtige Vertreter*innen des Informel in der Bundesrepublik eine Orientierung.

In Kooperation mit dem Museum Frieder Burda und dem Musée Soulages in Rodez zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz im Nachgang zum 100. Geburtstages von Pierre Soulages im Jahr 2019 Werke des Künstlers aus sieben Jahrzehnten.

Die Ausstellung wird u. a. mit Vorträgen begleitet, die online übertragen werden. Weitere Informationen zur Anmeldung und zur Ausstellung auf der Website der → Kunstsammlungen Chemnitz.


Matschinsky-Denninghoff-Stiftung gegründet

Unter dem Dach der Berlinischen Galerie wird durch die Stiftung nun der Nachlass des Künstlerpaares verwaltet.

Bereits im Jahr 2011 verstarb die Künstlerin Brigitte Matschinsky-Denninghoff (geb. Meier-Denninghoff), einzige Künstlerin und Bildhauerin der 1949 gegründeten Gruppe ZEN 49. Eine Zeit lang war sie Assistentin in den Ateliers von Henry Moore und Antoine Pevser, von denen sie wichtige Impulse für ihre eigene Arbeit erhielt. Nach dem Tod ihres Ehemannes, des Bildhauers Martin Matschinsky im Jahr 2020, erbte das Land Berlin den Nachlass. Das Künstlerpaar schuf seit 1955 wichtige Kunstwerke für den öffentlichen Raum, wie zum Beispiel die Arbeit Planta (1977) vor den Kreuzbauten in Bonn. Ihr Nachlass ging nun in die Obhut des Berliner Landesmuseums für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, weshalb in der Berlinischen Galerie nun die Matschinsky-Denninghoff-Stiftung gegründet wurde. Sie verwaltet rund 240 Skulpturen, tausende Arbeiten auf Papier des Künstlerpaares, mehr als 200 Gemälde von Martin Matschinsky, eine kleine Sammlung mit Werken anderer Künstlerinnen und Künstler, Archivalien sowie Immobilien in Berlin und Schönfeld. Dem Wunsch des Ehepaars entsprechend, wird die Stiftung auch zeitgenössische Künstler fördern und dazu ein Stipendienprogramm organisieren.

Weitere Informationen über die → Berlinische Galerie.


Max Uhligs Fenster für die Magdeburger Johanniskirche

Seit 2014 hat der Dresdner Maler und Grafiker Max Uhlig an mehreren Fenstern für wiedererrichtete Magdeburger Johanniskirche gearbeitet.

Er ist kein typischer Maler des deutschen Informel. Doch führt das Werk des 1937 geborenen Künstlers Max Uhlig Elemente und Spielarten informeller Malerei vor Augen und ziegt, auf welche Weise die gestische Abstraktion seit den 1950er-Jahren auch in der DDR ihre Spuren hinterlassen hat. Bekannt wurde Uhlig bereits vor dem Fall der Mauer durch zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen außerhalb der DDR. Expressive, rhythmische Linien in Schwarzweiß oder in Farbe zeichnen seine malerischen und grafischen Arbeiten aus. In Porträts und Landschaftsbildern, die er ganz im Sinne der Freiluftmalerei inmitten der Landschaft entstehen lässt, überlagern sich die expressiven Linien, die ganz aus der Bewegung heraus auf die Leinwand gebracht wurden. Er ist der, der mit dem Bild tanzt. 
Eine Landschaft wurde auch zum Vorbild für die neuen Fenster in der Magdeburger Johanniskirche, die heute als Tagungs-  und Kongresshalle genutzt wird. Leuchtende Rot-, Gelb- und Orangtöne, durchbrochen von Schwarz ziehen sich nun in großen, gestischen Linien über die Fenster und erinnern zugleich an  die Zerstörung und den Wiederaufbau des Kirchenbaus. Das Besondere: Die Fenster sind von Uhlig selbst handbemalt worden und erzeugen so ihre einzigartige Wirkung, die das Energetische seiner Malerei in den Raum transportiert. 
 
Eindrücke und ein Interwiew mit Max Uhlig im Bericht des → MDR. (verfügbar bis 12.10.2021)

Ausstellung: Fritz Winter. documenta-Künstler der ersten Stunde

Sonderausstellung in der Neuen Galerie, Kassel bis zum 21. Februar 2021

Die Ausstellung zeichnet Winters künstlerischen Weg und seine vielfältigen Verbindungen mit der documenta Stadt Kassel anhand signifikanter Kunstwerke nach. Im Zentrum stehen die ersten drei documenta Ausstellungen 1955, 1959 und 1964.

Fritz Winter gilt als einer der Maler, der die Sprache der gegenstandslosen Kunst in Deutschland seit den 1920er-Jahren maßgeblich erweitert und damit einen Weg zur Entwicklung des Informel geebnet hat.

Weitere Informationen sowie einen digitalen Rundgang auf Seiten der → Museumslandlschaft Hessen Kassel.


Ausstellung: "Our Classics. Face to face" mit Künstlern des Informel

Vom 17. Oktober 2020 bis 9. Januar 2021 präsentiert Döbele Kunst Mannheim rund 30 Kunstwerke.

In der Galerieausstellung vertreten sind u. a. Peter Brüning, Karl Otto Götz, Bernard Schultze, Brigitte Matschinsky-Denninghoff, K. R. H. Sonderborg, Emil Schumacher und Fred Thieler. Es finden sich aber ebenso bekannte abstrakte Künstler aus der DDR wie Gerhard Altenbourg, Hermann Glöckner und Max Uhlig.

Weitere Informationen auf den Seiten von → Döbele Kunst Mannheim.


Berliner Galerist Georg Nothelfer gestorben

Im Alter von 82 Jahren ist der Gründer der gleichnamigen Galerie am 3. Oktober 2020 gestorben.

Die Galerie wurde 1971 in Berlin gegründet und vertritt bis heute vor allem Künstler des deutschen Informel, darunter u. a. K. O. Götz, Gerhard Hoehme, K. R. H. Sonderborg und Fred Thieler. Zahlreiche Kataloge sind seit der Galerie-Gründung erschienen. Aktuell ist in der Galerie, die heute ihren Sitz in der Uhlandstraße in Berlin hat und auch nach dem Tod Nothelfers in Betrieb bleiben will, eine Ausstellung mit Arbeiten von K. R. H. Sonderborg. 

 

Weitere Informationen auf den Seiten der → Galerie Georg Nothelfer.


Katalog online: INFORMEL - Das Prinzip der Formlosigkeit

Informel - Das Prinzip der FormlosigkeitVom 9. Oktober 2020 bis 11. November zeigte die Galerie Bernd Bentler in Bonn Arbeiten informeller Kunst. Nun ist der Katalog online!

Der Ausstellungskatalog zeigt die ausgestellten Arbeiten u. a. von K. O. Götz, Bernard Schultze und Fred Thieler. Dazu bietet das Buch einen einführenden Text von Prof. Dr. Christoph Zuschlag zum Informel als zentrale künstlerische Strömung der 1950er Jahren und den ausgestellten Künstlern. Zudem findet sich ein Beitrag zur Arbeit der Forschungsstelle Informelle Kunst.

Der → Katalog ist online auf den Seiten der Galerie Bernd Bentler zugänglich!

 

Weitere Informationen unter www.berndbentler.de/
 
 

Zum Tod von Judit Reigl

Judit Reigl wurde 1923 in Kapuvár, Ungarn geboren. Sie besuchte von 1941 bis 1946 die Ungarische Akademie der Bildenden Künste. 1950 floh sie vor den politischen Unruhen in ihrer Heimat nach Paris und traf auf die Surrealisten um André Breton, was ihre Arbeiten zu dieser Zeit maßgeblich prägte. Nach einer Einzelausstellung ihrer surrealistischen Bilder kehrte Reigl der Kunstrichtung den Rücken und wandte sich, inspiriert von den Techniken des Automatischen Schreibens, der Abstraktion zu. Es entstanden großformatige Bilder mit breiten, impulsiven und spontanen Pinselzügen, die die Bildfelder der Serie Outburst scheinbar explodieren lassen. Bis 1963 experimentierte die Künstlerin mit verschiedenen informellen Techniken und kehrte schließlich wieder zur Figuration zurück.

Weitere Informationen zur Künstlerin, den Werkphasen sowie zum Nachlass finden Sie auf den Seiten von → Les Fonds de dotation Judit Reigl.


Neues Vorstandsmitglied der Kunststiftung Hann Trier

Am 15. September 2020 wurde Prof. Dr. Christoph Zuschlag als Mitglied in den Vorstand der Kunststiftung Hann Trier gewählt.

Die Stiftung wurde 1995 vom Künstler Hann Trier gegründet und dient der Pflege seines Werkes. Ein bereits 1996 geschlossener Kooperationsvertrag mit dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn sorgt für Aufbewahrung und Betreuung des Nachlasses des 1999 verstorbenen Künstlers.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der → Kunststfitung Hann Trier.


WOLS (Alfred Otto Wolfgang Schulze, 1913–1951): Gemälde gesucht

Das von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung geführte Wols-Archiv Ewald und Sylvia Rathke ist auf der Suche nach bisher nur wenig oder gar nicht dokumentierten Gemälden des Künstlers WOLS. Wenngleich der Großteil des Œuvres bereits erfasst wurde, ist der Verbleib einiger Gemälde bis heute unbekannt. Für entsprechende Hinweise auf Gemälde und ihren Aufenthaltsort sowie deren Eigentümer bitten wir um Mithilfe.

Kontakt und Information: Dr. Patrycja de Bieberstein Ilgner, Wols-Archiv Ewald und Sylvia Rathke in der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Bremen.

Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.].

Tel: +49 (0) 421-2788732

Sämtliche Hinweise und Informationen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.


Vernissage: INFORMEL - Das Prinzip der Formlosigkeit

Am Freitag, 9. Oktober 2020 um 19:30 Uhr eröffnet die Galerie Bernd Bentler, Friedrichstraße 55, in Bonn die Ausstellung. Zur Einführung spricht Prof. Dr. Christoph Zuschlag.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Galerie Bentler mit den Künstlern der ZERO-Bewegung, mit Günther Uecker, Heinz Mack und Otto Piene und anderen, die mit ihrer Kunst Ende der 50er Jahre bei Null noch einmal ganz von vorn anfangen, etwas ganz Neues erschaffen und sich damit vom Vorhandenen und Bestehenden in der Kunst abgrenzen wollten.

Doch wovon wollte die ZERO-Kunst sich abgrenzen, was wollte diese Kunstrichtung überwinden, was war vorhanden, von dem man sich abwenden wollte?

Auf diese und viele andere Fragen möchte unsere neue Ausstellung Antwort geben. Sie widmet sich der vorherrschenden Kunstrichtung der 50er Jahre und zeigt, was ihre herausragenden Künstler in ihrer Arbeit seit dieser Zeit bis heute ausmacht. Zu sehen sind Malerei, Gouache und Grafik von Bernard Schultze, Fred Thieler, Karl-Otto Götz, Emil Schumacher, Fred Thieler, Jeroslav Serpan, Luis Feito López und Jean Miotte.

Die Ausstellungseröffnung findet unter den bestehenden Corona-Schutzauflagen statt. Um voherige Anmeldung persönlich, per Telefon oder per E-Mail in der Galerie Bernd Bentler bis zum 6. Oktober 2020 wird gebeten!

Kontakt:

Tel: 0228/96119195

Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

 


Ausstellung "Fritz Winter - Durchbruch zur Farbe"

Vom 30. August 2020 bis 31. Januar 2021 im Emil Schumacher Museum Hagen

Fritz Winter (1905 - 1976) gehört zu den wichtigen Künstlern der Nachkriegszeit. Geprägt durch das Studium am Bauhaus in Dessau u. a. bei Paul Klee, Lyonel Feininger und László Moholy-Nagy wurde Winter von Nationalsozialisten als "entartet" diffamiert, erhielt Mal- und Ausstellungsverbot. Nach Ende des Krieges gründete er am 19. Juli 1949 in der Münchner Galerie Stangl zusammen mit Rupprecht Geiger, Rolf Cavael, Gerhard Fietz, Willy Hempel, Willi Baumeister und Brigitte Meier-Denninghoff die "Gruppe der Gegenstandslosen", die sich kurze Zeit später in "ZEN 49" umbenannte. Mit seinen Werken leistete Winter einer wichtigen Beitrag zur abstrakten Kunst und zur Entwicklung des Informel in Deutschland.

Die als Retrospektive angelegte Ausstellung zeigt mit rund einhundert Werken Einblicke in die bedeutenden Werkphasen Fritz Winters und seine Auseinandersetzung mit Farbe, Linie und Form. 

Weitere Informationen auf den Seiten des → Emil Schumacher Museums.


VERSCHOBEN: Tagung "Kunst des Informel - Bilanz und Perspektiven der Forschung"

Die für den Zeitraum vom 30. September bis 02. Oktober 2020 geplante erste internationale Tagung der Forschungsstelle wird auf das Jahr 2021 verschoben.

Ein neuer Termin wird sobald wie möglich bekannt gegeben.


 Jubiläum: 35 Jahre Galerie Maulberger

Anlässlich des 35-jährigen Bestehens dokumentiert die Ausstellung "Zeitzeugen" die Mission des Galeristen Hans Maulberger: Informel und Zero-Kunst.

Auch wenn die Jubiläumsausstellung wegen der Corona-Pandemie nurmehr im Online-Katalog nachverfolgt werden kann, wird eines deutlich: Hans Maulbergers Bewunderung für die informelle Kunst der jungen Bundesrepublik.

Gegründet im Jahr 1984, konzentriert sich Hans Maulberger seit den 1990er Jahren auf die deutsche Nachkriegskunst, kaufte für seine Ausstellungen Arbeiten direkt bei den Künstlern oder ihren Erben und führt bis heute Werke der Hauptvertreter des deutschen Informel, darunter K. O. Götz, Peter Brüning, Karl Fred Dahmen, Gerhard Hoehme, Heinz Kreutz, Bernard Schultze, Emil Schumacher und Fred Thieler. Zudem liegen die Nachlässe von Conrad Westpfahl und Heinrich Wildemann sowie das Archiv K. R. H. Sonderborg in der Obhut der Galerie. Mehr als 50 Kataloge, etwa zu den Künstlergruppen "Quadriga" und "ZEN 49" sowie einzelnen Künstlern, sind in Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Galerie, Carolin Weber, und anderen entstanden. Dank Hans Maulbergers Interesse und Engagement für das deutsche Informel kann auch die Forschungsstelle Informelle Kunst bestehen. Wir danken und gratulieren zum 35-jährigen Jubiliäum!

Weitere Informationen sowie zahlreiche Kataloge auf → maulberger.de/.


Ausstellung Internationaler Informeller Kunst

Vom 15. Februar bis 19. Juli 2020 zeigt das Märkische Museum Witten Werke aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums.

Das Informel ist in der Wuppertaler Sammlung reich vertreten, aus der nun rund 20 Gemälde mit der Wittener Sammlung in Beziehung treten. Dazu Christoph Kohl, Leiter des Märkischen Museum Witten: "Das Märkische Museum Witten ehrt es sehr, dass Werke von hoher Qualität aus der bekannten Sammlung des Von der Heydt-Museums Wuppertal in unserem Hause gezeigt werden und zudem verdeutlichen, auf welche Art und Weisen die Künstler den Gedanken des Informel in Europa verbreitet haben. Aufgrund der beachtlichen Sammlung des deutschen Informel ist unser Museum in aller Munde. Von daher erscheint es sinnvoll hier den Scheinwerfer auf die internationale Zusammenstellung informeller Werke für die Öffentlichkeit zu richten für das das Wuppertaler Haus weniger bekannt ist, als für seine kostbaren und gefragten Im- und Expressionisten.“

Weitere Informationen auf den Seiten des → Kulturforum Witten.


 

 Ausstellung "Gerhard Hoehme - Retrospektive"

Vom 6. Februar bis 26. April (Mi-So 12-18 Uhr) zeigt die Düsseldorfer Akademie-Galerie eine Ausstellung zum Gedenken an den 100. Geburtstag Gerhard Hoehmes.

Gerhard Hoehme gehört zu einem der wichtigsten Vertreter des Informel und der abstrakten Kunst nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Nach seiner Übersiedlung aus Halle in die Bundesrepublik im Jahr 1951 studierte Hoehme an der Kunstakademie Düsseldorf. Mit einem Stipendium der Villa Massimo in Rom knüpfte der Künstler Kontakte zu internationalen Künstlern und Schriftstellern wie Cy Twombly und Paul Nizon. 1960 erhielt er den Ruf auf eine Professur für Malerei an die Düsseldorfer Akademie und unterrichtete unter anderem Sigmar Polke und Chris Reinecke.

Die Retrospektive zeigt Werke aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers, Dokumente und Fotografien aus dem Archiv der Gerhard und Margarete Hoehme-Stiftung und dem Archiv der Kunstakedemie Düsseldorf sowie Fotografien von Erika Kiffl, Manfred Leve und Thomas Struth.

Weitere Informationen auf den Seiten der → Kunstakademie Düsseldorf


Ausschreibung: Ernst Wilhelm Nay Forschungsstipendium

Die Ernst Wilhelm Nay Stiftung (Köln) schreibt in Kooperation mit dem kunsthistorischen Institut der Universität Köln ein Stipendium für ein Promotionsprojekt aus. Bewerbungsfrist: 1. Mai 2020.

Ziel und Zweck der Ernst Wilhelm Nay Stiftung ist die fortführende Förderung des Werks von Ernst Wilhelm Nay durch Ausstellungen und Publikationen, sowie die museale Pflege und wissenschaftliche Bearbeitung des Nachlasses. Nach Abschluss der umfassenden Projekte zu den Werkverzeichnissen der Gemälde und Papierarbeiten Nays (https://www.ewnay.de/werkverzeichnis/) soll die Forschungsperspektive erweitert werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die den Maler Ernst Wilhelm Nay und sein Werk auch über werkmonographische Ansätze hinaus in umfassenderen Kontexten diskutieren und innerhalb von theoretischen Diskursen und historischen Netzwerken thematisieren. Besonders erwünscht sind etwa Projekte mit folgenden Schwerpunkten:

- Positionierung in kunstkritischen und -theoretischen Diskursen der Vor- und Nachkriegszeit
- Internationale Rezeption Nays in Europa oder den USA, insb. seit den 1950er Jahren
- Ausstellungsgeschichten, insbesondere Nays documenta Beteiligungen (I-III)
- Verankerung in regionalen und nationalen Netzwerken des Rheinlands und Deutschlands

Das Stipendium wird für ein Jahr mit der Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr bei positiver Evaluation vergeben. Die Höhe des Stipendiums beträgt 1.500 € monatlich. Das Promotionsvorhaben sollte an der Universität zu Köln durchgeführt werden. Rückfragen an Prof. Dr. Christian Spies, [Email protection active, please enable JavaScript.]

Voraussetzung für die Bewerbung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Magister, Master) im Fach Kunstgeschichte mit den Zulassungsvoraussetzungen zur Promotion der Universität zu Köln. Bewerbungen mit einem 8-10-seitigen Exposé des Promotionsvorhabens samt Arbeits- und Zeitplan, Lebenslauf, Kopien der Abschlusszeugnisse, Angabe der Kontaktdaten zweier Referenzpersonen sowie Leseproben (max. 10 Seiten) sollen elektronisch in einer zusammenhängenden PDF-Datei bis zum 1.Mai. 2020 an Prof. Dr. Christian Spies gerichtet werden (Stichwort „Nay-Stipendium“): [Email protection active, please enable JavaScript.]


Ausstellung "Karel Appel"

Vom 13. Februar bis 18. April 2020 zeigt die Samuelis Baumgarte Galerie Werke des Künstlers.

Karel Appel (1921-2006) war Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA und gilt heute als einer der bedeutensten niederländischen Maler des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten sind durch einen stark pastosen Duktus und ein Schwanken zwischen Figuration und Abstraktion charakterisiert. 

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der → Samuelis Baumgarte Galerie.


Forschungskolloquium "Informelle Kunst"

Am 4. Februar 2020 fand das erste Kolloquium der Forschungsstelle statt. 

Forschungskolloquium "Informelle Kunst" am 4. Februar 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eindrücke der Veranstaltung → hier.


Ausstellung "Hans Hartung - La fabrique du geste"

Vom 11. Oktober 2019 bis 1. März 2020 zeigt das Musée d'Art Moderne de Paris die bislang größte Retrospektive zum Werk Hans Hartungs.

Hartung gilt mit seinem Werk, das sämtliche Stufen von der Figuration bis zur Abstraktion durchschritten hat, als einer der Wegbereiter des Informel. Im Jahr 1926 ging Hartung erstmals für längere Zeit zum Studium nach Paris, und verließ Deutschland in den 30er Jahren endgültig. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges nahm Hartung an der ersten documenta Teil und profitierte von Förderung Werner Haftmanns, der ihm 1975 als Direktor der Neuen Nationalgalerie eine umfassende Schau widmete. Einen Teil seiner Werke zeigte im Sommer 2018 das Kunstmuseum Bonn. Nun gewährt das MAM erstmals einen umfassdenen Einblick in die Facetten und Entwicklungen des Werkes mit dreihundert Arbeiten, zahlreichen Archivdokumeten und einem filmischen Einblick in das Atelier des Künstlers.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des → MAM

Eine Besprechung der Ausstellung von Bettina Wohlfahrt in der → FAZ.


Ausstellung "Jupp Lückeroth"

Vom 31. Januar bis 9. Februar 2020 zeigt die Galerie Andre Kirbach in Düsseldorf Arbeiten des Künstlers aus Anlass seines 100. Geburtstag im Jahr 2019.


Ausstellung "K.R.H. Sonderborg. Bilder von Zeit und Raum"

Vom 15. September 2019 bis 9. Februar 2020 zeigt das Emil Schumacher Museum Hagen Werke des Informel Künstlers.

Nach mehr als 15 Jahren ist die Ausstellung die erste umfangreiche Schau des Werks von K.R.H. Sonderborg (1923-2008). Der Künstler gilt trotz seiner oftmals in nur wenigen Augenblicken entstandenen Bilder als der "Gegenständliche" unter den Informellen. Fanden in seine Werke doch oftmals Strukturen der Gegenstandswelt oder Fotografien Eingang, die in den informellen und abstrakt-gestischen Bildern tranformiert wurden. Es erschien ein Katalog mit Texten von Ulrich Schumacher, Rouven Lotz und Carolin Weber.

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Website des Emil Schumacher Museums.


Call for Papers

Vom 30. September bis 2. Oktober 2020 veranstaltet die Forschungsstelle eine erste internationale Tagung mit dem Titel "Kunst des Informel - Bilanz und Perspektiven der Forschung"

 

Bis zum 27. Januar 2020 können Vorschläge zur Tagung "Kunst des Informel - Bilanz und Perspektiven der Forschung" eingereicht werden.

Nähere Informationen im → Call for Papers.

 


K. O. Götz im SWR am 15. Dezember 2019, um 18.15 Uhr

Die SWR-Sendung "Ich trage einen großen Namen" zeigt einen Beitrag mit dem Informel Künstler Karl Otto Götz

 

 

Die Sendung ist abrufbar in der Mediathek des SWR.


Emil Cimiotti verstarb am 13. Oktober 2019

Der Bildhauer wurde bekannt durch seine raumgreifenden Bronzeplastiken, von denen sich eine Vielzahl im öffentlichen Besitz befinden.

 

Von der Kritik zunächst abgelehnt, fand Cimiottis Werk am Ende der 1960er Jahre Anerkennung im In- und Ausland. Der Kunstkritiker John Anthony Thwaites beschrieb Cimiottis Formen als aus dem Vorgang des Modellierens gewachsene und verglich seine Arbeitsweise mit dem Malprozess des Malers. So würden sich in seinen Arbeiten das organische Wachstum und das Unbewusste miteinander verbinden. (Thwaites 1967: 306).  → Erfahren sie mehr zum Werk Emil Cimiottis im Aufsatz "Emil Cimiotti - Das plastische und zeichnerische Werk" (2005) von Christoph Zuschlag


Vorträge von Kay Heymer und Prof. Dr. Sigrid Hofer

Rahmenprogramm der Ausstellung "Carlfriedrich Claus und Bernard Schultze. Eine deutsch-deutsche Künstlerfreundschaft." in Chemnitz

Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigten von August bis Oktober die Ausstellung "Carlfriedrich Claus und Bernard Schultze. Eine deutsch-deutsche Künstlerfreundschaft" in Kooperation mit dem museum kunstpalast Düsseldorf. Im Rahmenprogramm hielten Kay Heymer und Prof. Dr. Sigrid Hofer, beide ehrenamtlich im Beirat der Forschungsstelle tätig, Vorträge. Kay Heymer sprach zum Thema "Der Kunstsammler Willi Kemp", der schon 1965 ersten Arbeiten von Carlfriedrich Claus erworben hatte, und Prof. Dr. Sigrid Hofer zum Thema "Grenzüberschreitungen. Carlfriedrich Claus und Bernard Schultze im künstlerischen Ost-West-Dialog".

Weitere Informationen auf der Website der Kunstsammlungen Chemnitz.

 

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